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Soziale Not
 
Soziale Not
 
Sambia gehört zu den 49 ärmsten Ländern der Erde. Trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, überall freundlichen offenen Menschen zu begegnen, die trotz der Not, in der sie leben, Lebensfreude ausstrahlen. Etwa 85% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und auch Hunger gibt es in Sambia, besonders in ländlichen Gebieten, wenn die Regenzeit zu kurz war. Die meisten Menschen sind arbeitslos, Sozialleistungen gibt es kaum. Jedes fünfte Kind stirbt in Sambia vor Erreichen des fünften Lebensjahres. Eigentlich gibt es in Sambia Schulpflicht, aber die Realität ist, dass nur etwa zwei Drittel der Kinder zwischen 7 und 15 Jahren zur Schule gehen.
Um einen teilweisen Erlass der Auslandsschulden zu erlangen, erfüllte das Land die Forderungen des sehr strengen Strukturanpassungs- programms (SAP).
Seitdem dürfen Grundnahrungsmittel nicht mehr subventioniert werden; dies führte zu einer weiteren Verarmung der Bevölkerung. Es gibt viele Waisen, in der Stadt viele Kinder, die auf der Straße leben.
Es wurden die Privatisierung von Staatsunternehmen, der Wegfall von Subventionen (besonders für Maismehl), die Eindämmung der Inflation, der Abbau von Stellen im öffentlichen Dienst und die Förderung der Privatwirtschaft verlangt. Dadurch sollte es zu einem freien Handel kommen. Für daraus entstehende soziale Härten, wie z.B. die Einführung von Mindestgebühren bei medizinischer Behandlung und Schulgebühren, gibt es keine Abfederung.
Die erhöhte Belastung der Bevölkerung trifft besonders Frauen und Kinder. Das SAP muss durchgeführt werden, da sonst kein internationaler Geldgeber bereit ist, in Sambia zu investieren. Der ehem. Finanzminister Kasonde stellte 1992 fest: "Wir haben versucht, den Grundstein für wirtschaftliches Wachstum zu legen, doch unsere Erfolge gingen zu Lasten menschlichen Leidens". Es ist zu beobachten, dass Armut, Arbeitslosigkeit und Kriminalität steigen.