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Rundbrief vom 22.6.2017
    Autor:Werner Huber
    Datum:22.06.2017 22:18:13

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 22.6.2017

Liebe Freunde und Förderer,

während wir in Deutschland schwitzen, frieren jetzt die Sambianer, obwohl es z.Zt. im dortigen Winter nur etwas kühler als gerade bei uns ist. Nachts kann aber die Temperatur fast bis an den Gefrierpunkt sinken, und das ist ein Problem, denn die meisten Menschen in Sambia leben in schlecht isolierten Hütten. Für diese Monate muss warme Kleidung vorhanden sein.

Wissen Sie noch, was auf dem obigen Bild zu sehen ist? Es ist die Arbeit der „Mobile Clinic“, die von den Reutters in Leben gerufen wurde und die wir an vielen Stellen unterstützt haben. Etwa 12 Fahrzeu-ge haben wir im Laufe der Jahre dafür nach Sambia geschickt. Viele Jahre haben wir auch Gehälter für den Betrieb dieses Dienstes bezahlt. Die Ambulanzen arbeiten inzwischen an mehreren Orten gleichzeitig. Ein Schwerpunkt ist die Prävention, auf dem Bild warten Schwangere auf die Untersuchung. Inzwischen wer-den das Personal und die nötigen Medikamente vom sambischen Staat bezahlt, das war nicht immer so. Täg-lich wird damit zahlreichen Menschen geholfen. Das Bild stammt übrigens aus dem dortigen Sommer.

Am vergangenen Wochenende haben meine Frau und ich Afrika pur erlebt, und zwar in Berlin. Seit 6 Jahren veranstalten Afrikaner in Deutschland dort einmal im Jahr das Fest „KE NA KO“ auf dem Alexanderplatz. Es gibt alle möglichen Verkaufsstände, Essen aus vielen afrikanischen Ländern, ständig Musik und ein Veranstaltungszelt, in dem wir unseren Verein vorstellen konnten. Wir hatten dort einen festen Stand und ich konnte im Plenum unsere Projekte mit einer Power-Point-Präsentation in 3 Minuten präsentieren. Es war eine gute Möglichkeit, sich mit den anderen Vereinen, die in Afrika arbeiten, zu vernetzen. Wir hat-ten viele interessante Kontakte, vor allem mit Leuten aus Sambia.

Bald können wir ja echte sambianische Luft schnuppern. In fünf Wochen beginnt unsere Gruppenreise zu den Projekten. Wir sind 10 Personen, die von Hamburg, München und Zürich aus reisen. Wir treffen uns in Dubai und fliegen von dort gemeinsam weiter. Alles ist bereits gut vorbereitet. Visa sind da und nötige Impfungen fertig. Die Malariatabletten liegen bereit. Im nächsten Rundbrief kann ich schon von Erlebnissen der Reise berichten.

Nun zu unseren wichtigen Projekten in diesem Jahr. Wie berichtet bauen wir als SFV eine Anlage zur Solar-Stromgewinnung und Warmwassererzeugung in der Mubuyu-Mädchenschule am Karibasee mit einem Zuschuss des BMZ. In unserem Kinderdorf Fountain Gate baut unser Verein MGA ein Lehrer-Doppelhaus, eine Unterkunft für 20 Internatskinder und eine kleine, aber später erweiterbare Photovoltaikanlage. Das Material für die Anlagen ist im Container unterwegs. Die für den Bau der PV-Anlagen zuständige Firma war bereits vor dem Versand des Containers für die Feinplanung vor Ort. Es war zu prüfen, ob die Dächer für die Platten geeignet sind, ob genügend Raum für die Batterien vorhanden ist etc.

Dabei wurde festgestellt, dass sich die vorhandenen Wasserrohre in einem desolaten Zustand befinden. Wir waren leider gezwungen, das Projekt auf eine Erneuerung der Leitungen zu erweitern. Dadurch entstehen Zusatzkosten von gut 7000 €. Mein Versuch, beim BMZ einen Aufstockungsantrag einzureichen, wurde abgelehnt. Es hatte ja so ausgesehen, als ob die Finanzierung der Projekte gesichert sei, nun ist wieder dieses neue Loch entstanden. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass auch noch dieser Betrag zusammen kommt. Eine Alternative zur Erneuerung der Leitungen gibt es bedauerlicherweise nicht.

Unser Auto muss z.Zt. ohne Garage leben, denn in dieser stehen genau 150 gut erhaltene Schulstühle, die wir in den letzten Wochen von einer Schule in Buchholz in der Nordheide geschenkt bekamen. Glücklicher-weise wird in den nächsten Wochen vom Christlichen Hilfswerk „Nehemia“ in Nidda ein Container zu den Reutters geschickt. Wir dürfen die Stühle kostenfrei mitschicken. Nun muss nur noch dafür gesorgt werden, dass die Stühle und einige andere Hilfsgüter nach Nidda kommen. Wie? Auch dafür wird es eine Lösung geben. Jedenfalls werden die Stühle ein Segen für die Schulen sein, die dringend erweitert werden müssen.

Noch eine schöne Geschichte, die wir gerade erfuhren. Mike (Name geändert), seit einigen Jahren als Waisenkind in Fountain Gate, hat sein Abitur gemacht. Er ist sehr intelligent und hat nicht nur das beste Abitur der Klasse, sondern ist landesweit einer der besten. Jetzt studiert er Medizin. Was wäre aus diesem jungen Menschen geworden, wenn er nicht die Chance gehabt hätte, nach Fountain Gate zu kommen?

Z.Zt. überweisen wir monatlich 1000 € für Hungerhilfe. Es ist sehr viel, was damit gemacht wird. Zahlreiche Unterernährte profitieren von dieser Unterstützung.

Erinnerung:  Herbst-Informationsveranstaltung im Heimathaus, Niedersachsenplatz in Jesteburg findet am Sonntag, den 22.10.2017. Natürlich wieder mit Kaffee und leckerem Kuchen. Geöffnet 14 – 18 Uhr. Vorstellung der Projekte 15 Uhr. Die Bundestagsabgeordnete Frau Svenja Stadler wird dabei sein.

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Vielen, vielen Dank für Ihre Mithilfe!!!!!!!!!!!!!!

Viele liebe Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender