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Rundbrief vom 11.4.2017
    Autor:Werner Huber
    Datum:11.04.2017 19:54:22

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 11.4.2017

Liebe Freunde und Partner,

bestimmt haben Sie noch die gute Nachricht im Kopf, dass wir als SFV in diesem Jahr mit Hilfe eines 75% BMZ-Zuschusses eine 132.000 € kostende Photovoltaik- und Solar-Warmwasseranlage in der Mubuyu-Mädchenschule am Karibasee bauen können. Was Sie noch nicht wissen: jetzt hat auch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung mitgeteilt, dass sie sich mit einem 10.000 €-Zuschuss daran beteiligen. Für unseren Verein verbleibt jetzt ein Eigenanteil von 22.000 €. Die Mubuyu-Girls freuen sich über die künftig zuverlässige Stromversorgung und über Warmwasser. Bevor Sie sich nun entspannt zurücklehnen und sagen: dann ist ja alles gut, jetzt bin ich ja nicht mehr gefragt, lesen Sie die Neuigkeit des Tages, eine weitere gute Meldung.

Hier der ganz aktuelle Knaller: Das BMZ gewährt auch unserem Verein MGA in diesem Jahr erstmals einen Zuschuss von 75% für ein Projekt in unserem Kinderdorf Fountain Gate. Dort wird eine kleinere Photovoltaikanlage gebaut, die Stromausfälle batteriegepuffert auffangen soll, ein Lehrerdoppelhaus und eine zusätzliche Unterkunft für 20 Internatskinder. Es entstehen Gesamtkosten von 66.500 €, von denen das BMZ knapp 50.000 € übernimmt. Es ist sehr schön und wir freuen uns, dass erstmals seit Jahren das BMZ uns Zuschüsse gewährt, nun sogar beiden Vereinen. Auch das Projekt in Fountain Gate soll Ende 2017 fertig sein. Sie können sich denken, dass noch nicht alles benötigte Geld auf dem Konto ist. Deshalb würden Sie meine Antwort kennen, wenn Sie fragen würden, ob man noch dafür spenden darf.

Mit diesem Projekt werden gleich drei unbefriedigende Dinge im Kinderdorf verbessert. Die ständigen Stromausfälle störten den Schulbetrieb erheblich. Die Wohnverhältnisse für die Lehrer waren seit Jahren unbefriedigend. Am meisten freue ich mich aber über die neuen Unterkünfte für 20 zusätzliche Internatskinder. Es werden 2 Gebäude für je 10 Jungen und Mädchen gebaut, jeweils auch mit Sanitärbereich. Es gibt ja auch jetzt schon etwa 20 Internatskinder, die auf dem Gelände wohnen. Sie kommen aus normalen Familien, der Schulweg ist aber zu weit oder zu gefährlich und deshalb zahlen die Eltern dafür, dass ihre Kinder dort wohnen und die Schule besuchen. Durch diese Kinder wird die Integration der 120 Waisenkinder von Fountain Gate erheblich begünstigt. Durch die weiteren 20 Internatskinder erwarten wir eine noch bessere Integration. Außerdem gibt es dadurch künftig zusätzliche Einnahmen für das Kinderdorf, die sehr notwendig sind. Die Hausmütter auf dem obigen Bild freuen sich, dass es künftig in der Küche zuverlässig Strom gibt.

Hier einige Kurznachrichten bzw. Erinnerungen

Die Herbst-Informationsveranstaltung im Heimathaus, Niedersachsenplatz in Jesteburg findet am Sonntag, den 22.10.2017 statt. Wir kommen dann ja mit frischen Informationen von unserer Sambiareise zurück. Da haben wir wieder spannendes Bild- und Filmmaterial dabei. Es gibt natürlich auch Kaffee und leckere Kuchen. Geöffnet 14 – 18 Uhr. Vorstellung der Projekte 15 Uhr. Die Bundestagsabgeordnete Frau Svenja Stadler wird dabei sein.

Neuigkeiten aus Sambia gibt es auch immer auf unserer Facebook-Seite. Besuchen Sie uns bitte: https://www.facebook.com/sambiafv/

Wie schon mehrfach erwähnt, führen wir vom 28.7. – 11.8.2017 eine Gruppenreise nach Sambia durch. Wir sind 8 Personen. Wenn noch jemand mitkommen möchte, würde es wohl gerade noch bei zügiger Organisation gehen.

Nun zu unseren Aktivitäten, Hungerbekämpfung betreffend. Seit mehreren Jahren unterstützen wir ja Hungernde in Sambia. In den letzten Jahren geben wir dafür monatlich 500 €. Damit passiert ganz viel. Frau Reutter sagte mir neulich, dass viele Leute gestorben wären, wenn sie diese Hilfe nicht erhalten hätten. Aus Respekt vor den Betroffenen machen wir keine Fotos von ihnen. Deshalb erfahren Sie auch nicht so viel darüber. Sie können aber sicher sein, dass diese Hilfe enorm wichtig ist.

Wie im letzten Rundbrief ausführlich berichtet, haben wir auch ein Projekt mit dem Namen „Insectus“ begonnen. Es werden an verschiedenen Orten in Sambia „Larvenfarmen“ gebaut, in denen Larven der schwarzen Soldatenfliege in großer Menge gezüchtet werden, um damit Hungernden eine Nahrungsquelle zu schaffen. In Fountain Gate wurde bereits eine solche Farm gebaut. Wir unterstützen als MGA dieses Konzept, ich hoffe weiter sehr, dass dies mittelfristig zu einem wichtigen Instrument der Hungerbekämpfung wird.

Frau Lea Bergmann, eine der Studierenden der Leibnitz Universität Hannover, die das Projekt betreuen, schrieb vor einigen Tagen: „.. das Projekt ist sehr gut angelaufen. Die Fliegen fühlen sich sehr wohl und die ersten Eier konnten bereits „umverlagert“ werden. Bis zum richtigen Output dauert es jedoch noch etwa 1,5 Monate, da mit den nun entstehenden Larven der nächste Farmzyklus in Gang gebracht wird. Dann sollte die Population unter per-fekten Bedingungen etwa 80 kg pro Woche betragen und ist groß genug für die ersten Entnahmen. Mit Mike und Winston haben wir bereits zwei Farmer gefunden. Vertreterinnen der Communities wurden eingeladen, um sich die Farm anzuschauen und Fragen zu stellen. Die Präsentation hat Mike übernommen. Er hat dabei gezeigt, dass er den Zucht-Ablauf sehr gut verstanden hat. Auch die Damen waren interessiert und haben ihre Skepsis abgelegt. Sie werden nun in ihren Orten von dem Nahrungszusatz berichten und Empfehlungen dafür aussprechen. Wir sind sehr begeistert von dem Fortschritt. Nun müssen nur noch die Fliegen ihre Aufgaben erledigen.“

Was immer wir versuchen, effektiv und nachhaltig gegen Hunger zu tun, es ist eine hohe moralische Verpflichtung für uns. Wir wissen dabei, dass Gott auf unserer Seite steht, er möchte sehr, dass Hungernden geholfen wird, er selbst hat uns den Auftrag dazu gegeben.

Alle Aktivitäten zur Hungerhilfe laufen jetzt gebündelt über unseren Verein MGA, denn Hungerbekämpfung gehört zu den wesentlichen Jahrtausendzielen der UNO, die unserem Verein den Namen gegeben haben. Wir könnten für die Hungerbekämpfung noch mehr Unterstützer gebrauchen und wären sehr dankbar über Freunde, die einen Dauerauftrag zugunsten des Vereins MGA mit dem Vermerk „Hungerprojekt“ einrichten, auch wenn es nur 30 € im Vierteljahr sind. Ich weiß, wir alle haben viele Verpflichtungen, aber vielleicht gibt es hier bei Ihnen noch eine Möglichkeit. Auch kleine regelmäßige Beträge sind willkommen. Es wird Ihnen Segen bringen. Wir werden künftig sicher mehr als 10.000 € pro Jahr dafür benötigen.

Viele liebe Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender