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Rundbrief vom 11.3.2017
    Autor:Werner Huber
    Datum:13.03.2017 22:14:26

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 11.3.2017

Liebe Partner unserer Sozialarbeit in Sambia,

auch heute habe ich wieder viele – hoffentlich für Sie interessante – neue Informationen. Ich beginne mit unserem Projekt an der Mubuyu-Mädchenschule am Karibasee. Wegen der dort desolaten Stromversorgung hatte ja Herr Zuber im Auftrag des SFV beim BMZ eine 75%-Bezuschussung für den Bau einer Photovoltaik-Anlage, einer Solar-Warmwasser-Bereitung und einer Druck-Trinkwasserversorgung für die 21 Gebäude umfassende Schulanlage beantragt. Zu unserer großen Freude übernimmt das BMZ ja, wie bereits mitgeteilt, 100.000 der insgesamt entstehenden Kosten von 130.000 €.

Die Vorbereitungen laufen und das BMZ hat bereits einen Teil der Summe an uns überwiesen. Die Anlage wird von der Firma Sunset aus Deutschland mit einem Container dorthin geschickt. Dieser wird allerdings voraussichtlich erst im Mai abgeschickt, da die Feinplanung vor Ort noch nicht abgeschlossen ist. Danke für alle Spenden, die für dieses Projekt bei uns eintrafen, jetzt bin ich sehr zuversichtlich, dass auch die noch benötigten Mittel eintreffen. Mit den Baumaßnahmen, die wir durchführen, wird die Strom- und Wasserversorgung der Schulanlage – in der ja besonders Mädchen gefördert werden – auf viele Jahre gesichert sein. Ich werde natürlich weiter regelmäßig über dieses Projekt berichten.

Bevor ich zu einem spannenden, auch ganz aktuellen Thema komme, hier einige wichtig Nachrichten:

Die Jahresmitgliederversammlung für unsere Vereine findet am Freitag den 31.3.2017 bei uns zu Hause (Vereinsadresse) statt. Der SFV tagt ab 18:30 Uhr und MGA nahtlos ab 19:30 bis 20:30 Uhr. Es sollten möglichst alle Teilnehmer die zwei Stunden dabei sein, weil die Projekte jeweils nicht in beiden Versammlungen abgehandelt werden. Gäste sind wie immer hochwillkommen.

Die Herbst-Informationsveranstaltung im Heimathaus, Niedersachsenplatz in Jesteburg, findet am Sonntag, den 22.10.2017 statt. Markieren Sie sich diesen Termin fett in Ihrem Terminkalender. Wir kommen dann ja mit frischen Informationen von unserer Sambiareise zurück. Da haben wir wieder spannendes Bild- und Filmmaterial dabei. Es gibt natürlich auch Kaffee und leckere Kuchen. Geöffnet 14 – 18 Uhr. Vorstellung der Projekte 15 Uhr.

Im Rahmen des Kaneka-Afrika-Festivals in Berlin werden wir mit einem Stand im Mandela-Zelt auf dem Alexanderplatz vom 16. – 18.6.2017 je von 10 bis 22 Uhr vertreten sein. Man kann dort als Verein ein Projekt vorstellen, wir werden die Mubuyu-Mädchenschule präsentieren.

Jens Eberlein aus Denkendorf hat eine Facebook-Seite für uns erstellt. Ich kenne mich damit noch nicht so gut aus, freue mich aber sehr darüber und hoffe, dass wir uns alle gegenseitig darin unterstützen, unsere Arbeit in Sambia noch bekannter zu machen. Z.B. kann man dort ja ein „like“ für die Seite eingeben. Man kann die Facebookseite z.B. im Internet ansteuern mit  https://www.facebook.com/sambiafv/  Bitte machen Sie Gebrauch davon!

Nun zum Projekt Insectus, mit dem wir vielen Hungernden in Sambia – und vielleicht irgendwann auch darüber hinaus – effektiv helfen wollen. Aus verschiedenen Gründen, die teilweise klimatisch bedingt sind, ist Hunger in Sambia weiter ein wichtiges Thema. Gerade habe ich in einer aktuellen Aufstellung aus diesem Jahr gelesen, dass Sambia weiter zu den afrikanischen Ländern gehört, die am meisten von Hunger betroffen sind. Durch die Zucht und Weitergabe von Larven der schwarzen Soldatenfliege glauben wir, vielen Menschen in Sambia helfen zu können.

Unser Sambischer Partner Chreso Ministries, eine NGO mit der wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten, behandelt ständig etwa 20.000 AIDS-Kranke. Etwa 10% davon, also etwa 2000 Menschen, sind in einem sehr schlechten Zustand und unterernährt, weil sie Begleiterkrankungen wie Tuberkulose haben oder ganz einfach kein Geld für Essen haben, da sie nicht mehr arbeiten können. Diese 2000 Menschen liegen uns besonders am Herzen und auch andere, nicht AIDS-Kranke, z.B. unterernährte Waisenkinder. Dies sind ja alles Menschen, von denen wir erwarten, dass sie nach wenigen Monaten wieder in einen besseren Zustand kommen, und sich dann allein ernähren können.

Ich habe große Hoffnung, dass wir mit dem Projekt Insectus künftig hier helfen können. Die gesamte Unterstützung dieses Projektes läuft jetzt bei uns über den Verein MAG, denn Hungerbekämpfung ist ja zentral bei den Millenniumszielen der UNO. Wie bereits in einem Rundbrief geschrieben, sind die Larven der schwarzen Soldatenfliege relativ einfach zu züchten und sehr kalorien- und nährstoffreich. Aus 2 kg Larven kann man in einer Woche etwa 400 kg neue Larven in kleinen „Farmen“ züchten, für die etwa ein Raum mit Regalen und Boxen benötigt wird.

Zusammen mit 3 Studenten der Leibnitz-Universität in Hannover haben wir gerade in unserem Kinderdorf Fountain Gate eine solche Larven-Farm aufgebaut. Dafür erhielten die Studenten für Materialkosten bisher 1000 € von MGA. Sinn des Konzeptes ist es, dass dann immer neue Tochterfarmen gebaut werden. Mit der Farm in Fountain Gate können etwa 400 Hungernde ernährt werden.

Im zweiten Schritt sollen Sambianer an verschiedenen Orten solche Farmen aufbauen und sich dadurch einen Erwerb schaffen, dann die Larven sollen gegen ein geringes Entgelt abgegeben werden. Für Sambianer, die gar kein Geld haben, wie etwa die 2000 beschriebenen Personen, können wir als MAG Verein ja eintreten und dem Erzeuger ein geringes Entgelt geben.

Die Larven können verschieden zubereitet werden, z.B. mit Maismehl zusammen. Gerade heute kommt in der Kreiszeitung Nordheide Wochenblatt auf den Seiten 1 und 5 ein größerer Artikel über unser Projekt. Hier ein Link zu S.5:  http://services.kreiszeitung-wochenblatt.de/uploads/blaetterkatalog/ausgabe/sa/nh/11032017/index.html#page_4

Viele liebe Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender