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Rundbrief vom 12.7.2016
    Autor:Werner Huber
    Datum:12.07.2016 22:21:32

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 12.7.2016

Liebe Partner der sozialen Arbeit in Sambia,

nicht nur bei uns war Fußball in den letzten Wochen ein wichtiges Thema (jedenfalls bis Deutschland aus der Europameisterschaft ausgeschieden ist). Auch in Fountain Gate wurde systematisch eine Fußballmannschaft aufgebaut. Inzwischen gibt es dort ein starkes Team, das sogar jüngst gegen eine Auswahl von Chreso Ministries-Fahrern gewonnen hat. Bekanntlich fördert Sport nicht nur die Kondition, sondern auch die Gemeinschaft und das Selbstwert-Gefühl. Gerade für Waisenkinder ist Fußball sehr gut und enorm wichtig.

Im letzten Rundbrief hatte ich das Bild zweier hübscher Fountain-Gate-Mädchen mitgeschickt, hier nun zwei echte Jungs der Einrichtung. Das männliche Geschlecht soll auch nicht zu kurz kommen.

Es tut mir echt leid, dass dieser Rundbrief schon überfällig ist, ich habe deswegen fast ein schlechtes Gewissen. Inzwischen liegt bei BENGO/BMZ von jedem unserer beiden Vereine je ein Antrag auf Projektförderung vor. Das SFV-Mitglied Herr Zuber hat im Auftrag des Sambia-Fördervereins für das Mubuyu-Mädcheninternat einen 75%-Zuschuss für eine große, den Gesamtstrombedarf deckende Photovoltaik-Anlage und Solar-Warmwasserbereitung beantragt. Er hat sich viel Mühe damit gemacht und der Antrag wurde bereits Ende März eingereicht. Da es sich um ein einjähriges Projekt handelt, hatten wir auf einen positiven Bescheid bis Ende Juni gehofft, damit die Anlage in der zweiten Jahreshälfte entstehen kann. Stattdessen wurden wir bisher von Bengo vertröstet, es habe sich dort viel Arbeit angehäuft, die abgearbeitet werden müsse. Auch wurde angedeutet, dass es wohl für eine Förderung in diesem Jahr zu spät wird.

Etwa zur gleichen Zeit hat Herr Martin Stegmaier für den Verein MGA beim BMZ einen Antrag auf Projektförderung gestellt. Er hat für Fountain Gate einen 75% Zuschuss für ein Haus für Internatsschüler, ein Lehrerhaus und eine kleine Photovoltaikanlage beantragt, die mit Batterien die regelmäßigen Stromausfälle überbrücken soll. Von der Bengo-Mitarbeiterin kamen bisher einige Rückfragen, ein endgültiger Bescheid ist bei diesem Antrag aber wohl auch noch nicht in Sicht. Schade, unsere Geduld wird gefordert, dabei besteht auch hier dringender Handlungsbedarf.

Wichtige Termine: Am 23. Oktober 2016 um 15 Uhr gibt es im Heimathaus in Jesteburg wieder eine Informationsveranstaltung, bei der aktuelle Informationen über unsere Projekte in Wort und Bild weitergegeben werden. Näheres in einem der nächsten Rundbriefe, dieser Hinweis schon einmal für den Terminkalender. Für Leute, die im Stuttgarter Raum wohnen: am 13.10.2016 informiere ich über unsere Arbeit in Sambia in 74343 Sachsenheim. Veranstaltungsort bitte bei uns erfragen.

Sambiareise 2017: Im kommenden Jahr bieten wir wieder eine Gruppenreise zu unseren Projekten in Sambia an. Sie ist hauptsächlich für Mitglieder und Förderer bestimmt, aber auch für Interessierte. Die Reise wird voraussichtlich Ende Juli/ Anfang August für knapp 2 Wochen stattfinden. Natürlich sind wir in Fountain Gate, besuchen mit einem Inlandsflug Livingstone und die Mubuyu-Mädchenschule, die mobilen Ambulanzen, unsere Schulen, AIDS-Behandlungsplätze. Wir werden sowohl in Slums und kleinen Dörfern sein, als auch in der Millionenstadt Lusaka. Selbstverständlich ist ein Besuch an den Victoriafällen mit Sonnenuntergang am Sambesi. An einem Abend machen wir eine Flussfahrt auf dem Sambesi und erleben dort den Sonnenuntergang. Außer dem Flug (knapp 1000 €) rechnen wir mit Inlandsflug, Übernachtung, Vollverpflegung, Mobilität etc mit weiteren etwa 1000 €. Außer ein paar Wehwehchen, die erlaubt sind, sollte man gesund sein. Leute, die solch eine Reise mitgemacht haben, waren immer begeistert.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht. Es gibt Zahlen, die hoffen lassen, dass in Sambia HIV/AIDS leicht rückläufig ist. Während wir noch vor einigen Jahren von einer HIV-Rate von 14,5% ausgingen, gibt es jetzt belastbare Statistiken, die von 12,5% HIV-positiven der 14,5 Millionen Einwohner Sambias sprechen. Absolut sicher ist das nicht, wie vieles in Sambia, aber der Trend ist vermutlich da.

Viele Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender