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Rundbrief vom16.8.2014
    Autor:Werner Huber
    Datum:20.08.2014 14:17:51

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 16.8.2014

Liebe Freunde und Förderer, liebe Paten und Mitglieder,

Liebe Freunde und Förderer, liebe Paten und Mitglieder,

vor zwei Tagen bin ich zusammen mit acht weiteren Personen von unserer Sambia-Reise zurückgekehrt und wir haben wieder Gewaltiges erlebt, was ich Ihnen nicht alles in diesem Rundbrief vermitteln kann. Wir haben Schönes von der Landschaft gesehen, ich habe noch nie so viele Elefanten, Giraffen, Flusspferde, Zebras, Büffel und andere Wildtiere in freier Natur gesehen und fotografiert. Die Victoriafälle führten sehr viel Wasser, es war beeindruckend, einfach davor zu stehen und dieses Wunder zu genießen. Erstmals habe ich auch in einem Restaurant Krokodil gegessen (es hat mir übrigens nicht geschmeckt).

Natürlich galt unser Augenmerk hauptsächlich aber unseren sozialen Projekten. Tief im Busch, weit entfernt von jeder Straße haben wir unter hygienisch schwierigen Bedingungen AIDS-Kranke besucht und waren in deren Hütten. In sengender Hitze haben wir kilometerweit Hilfsgüter hingetragen. Zum Erstaunen der einheimischen Frauen, die uns begegneten, konnte auch ich ganz gut einen Sack auf dem Kopf tragen. Sie hatten vorher wohl nie einen Mann gesehen, der eine Last auf dem Kopf getragen hat! Jetzt sind wir aber wieder froh über das eigene Bett, sicheren Strom und fließend Wasser. Die Wüstenhitze in Dubai machte uns auf dem Hin- und Rückweg zu schaffen, auf dem Rollfeld kam man sich vor wie in einem Heißluftherd.

Selbstverständlich waren wir auch in der weiterführenden Mubuyu-Mädchenschule am Karibasee. Das obige Bild zeigt einen Teil der Mädchen. Die jungen Damen begrüßten uns mit Aufführungen und manche erzählten von ihren Schicksalen. Sie bedankten sich, dass wir als Verein ihnen helfen. Z.Zt. sind neben der Grundschule, die für Jungen und Mädchen offen ist, 172 Mädchen im Internat. Weitere haben sich angemeldet. Deshalb hat der Schulträger Chreso Ministries damit begonnen, eine neue Unterkunft für weitere Mädchen zu bauen. Allerdings fehlen Chreso z.Zt. die Mittel, um das Gebäude fertigzustellen. Benötigt werden noch 5000 €. Die Sache eilt, da die neuen Mädchen schon mit Beginn des Schuljahres Anfang Sept. aufgenommen werden sollen. Dann müsste das Haus fertig sein. Wer kann einen Beitrag dazu leisten? Das Geld ist wirklich gut in die Zukunft der Mädchen investiert.

Im Kinderdorf Fountain Gate waren wir zweimal. Der Unterschied gegenüber unserem letzten Besuch vor 2 Jahren war gewaltig. Es sind deutlich mehr Kinder geworden. Dadurch ist auch mehr Leben in das Kinderdorf eingezogen. Noch vor 2 Monaten waren es 63 Waisenkinder, jetzt sind es 86 neben nicht-Waisen-Internatskindern die von weiter entfernt liegenden Orten die Fountain Gate Schule besuchen. Wie berichtet, überweise ich vom Sambia-Förderverein monatlich 50 € für jedes Waisenkind. Deshalb brauchen wir dringend neue Paten, damit wir langfristig der Einrichtung in dieser Form helfen können. Es sind ja ausschließlich Waisenkinder und diese bekommen in Sambia keine staatlichen Zuschüsse. Es ist ein Segen für jedes Kind, das hier ein neues Zuhause findet. Vielen Paten kann ich jetzt eine Freude machen, indem ich ein aktuelles Bild des Kindes schicke. Nur in einem Fall musste ich den entsprechenden Pateneltern eine schlimme Mitteilung machen. Erstmals ist vor wenigen Wochen ein Kind verstorben, das von Geburt an HIV-positiv war.

Wie Sie wissen, behandeln unsere Partner ja über 25.000 HIV/AIDS-Patienten, inzwischen in 5 Zentren: in Lusaka an 2 verschiedenen Stellen, in Livingstone, in Kabwe und in Siavonga. Durch neue Richtlinien in der Therapie AIDS-kranker Schwangerer ist innerhalb der letzten 12 Monate bei unseren Partnern kein Fall vorgekommen, bei dem ein Neugeborenes HIV-positiv war. Die Gefahr einer Infektion entsteht nur während der Entbindung, während der Schwangerschaft gibt es keine Übertragung des Erregers. Ein weiterer großer Vorteil für die AIDS-Kranken: seit einiger Zeit müssen viele Patienten nur noch eine einzige Tablette am Tag nehmen (die allerdings drei Wirkstoffe enthält), das kommt der Mentalität der Sambianer entgegen.

Die 1000 €, die wir jeden Monat zum Kauf von Lebensmitteln für Hungernde überweisen, erweist sich auch als großer Segen für viele Menschen. Ebenso tut der Traktor, den wir kürzlich kauften, einen guten Dienst. Große Flächen sind bereits bearbeitet, damit zu Beginn der Regenzeit die Saat aufgebracht werden kann.

Wichtig: bitte denken Sie an unsere Veranstaltung am 12. Oktober 2014 im Heimathaus in Jesteburg, wo wir mit ganz neuen Kurzvideos und Bildern von unserer Arbeit in Sambia berichten. Die Paten oder Diejenigen, die es werden wollen, sollten sich nicht den schönen Gesang der Fountain-Gate-Kinder entgehen lassen. Die Präsentation findet um 15 Uhr statt. Anschließend gibt es Gelegenheit zum Kaffeetrinken mit leckerem Kuchen. Helfer sind hochwillkommen, sowohl zum Kuchenbacken, als auch zum Auf- und Abbau. Melden Sie sich bitte rechtzeitig bei meiner Frau, damit diese gelassen der Veranstaltung ins Auge sehen kann.

Vielen, vielen Dank für alle Spenden. Es ist immer wieder ermutigend, wenn gerade das Geld kommt, das dringend benötigt wird.

Viele Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender