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Rundbrief vom 17.5.2012
    Autor:Werner Huber
    Datum:17.05.2012 13:52:07

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 17.5.2012

Liebe Freunde der Menschen in Sambia,

vor wenigen Tagen erlebte ein Mitarbeiter der „Mobilen Ambulanz“  im Süden des Landes an einem der Einsatzorte eine dramatische Szene. Im Dorf  Ntango in der Nähe des Karibasees im Süden des Landes hörte er ein lautes Geschrei. Als er hinkam, sah er, dass der 4-jährigen Rabbi unter starker Atemnot litt. Schnell erfuhr er, dass das Kind versehentlich eine Münze in den Hals bekommen hatte, die sein Großvater aus der Kolonialzeit gesammelt hatte. Geistesgegenwärtig packte der Mitarbeiter das Kind an den Beinen, hielt es mit dem Kopf nach unten und schüttelte es. Tatsächlich kam die Münze wieder ans Tageslicht. Die Dorfbewohner waren und sind immer noch sehr dankbar dafür. Ohne Hilfe hätte Rabbi diesen Notfall vielleicht nicht überlebt.

Herzlichen Dank an alle, die durch ihre Spenden auch in den letzten Wochen dazu beigetragen haben, dass wir in Sambia helfen können. Dauerauftrage sind sehr hilfreich. Sie haben auch die Möglichkeit, einen bestimmten Betrag monatlich von Ihrem Konto durch uns abbuchen zu lassen. Entschuldigen Sie, dass ich immer mal wieder daran erinnere, aber Geld ist eben das Wichtigste, was wir für unsere Arbeit benötigen.

Auf dem Bild sehen Sie eine Szene aus dem Dorf Shimatika, das direkt am Ufer des Karibasees liegt. Man sieht eine Gruppe von Frauen, die Stoffe bearbeiten, aber auch einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam verbringen, hier singen und tanzen sie gerade. Mit den Stoffen verschaffen sie sich ein kleines Einkommen. Ins Leben gerufen wurde die Gruppe auch durch Mitarbeiter von Pastor Reutter.

In diesem Dorf Shimatika gab es in den letzten Wochen ebenfalls ein dramatisches Ereignis. Während einer Entbindung gab es ein großes Problem. Kopf und Hände des Kindes ragten gleichzeitig nach außen. Das hätten den Tod für Mutter und Kind bedeuten können. Glücklicherweise war ein Dorfhelfer zur Stelle, der von unseren Partnern auch in Geburtshilfe ausgebildet worden war. Ihm gelang es, das Kind so zurück zu drücken, dass es dann normal zur Welt kam. Mutter und Kind blieben unversehrt.

Unsere Mubuyu-Schule hat nach den Ferien am 14. Mai wieder begonnen. In der Internatsschule sind z.Zt. 140 Mädchen. Sie müssen jetzt mit Vollgas lernen, denn im Oktober finden die nächsten Prüfungen statt. Sie sind alle auch sehr motiviert.

Bitte merken Sie sich schon folgende Termine: Mitgliederversammlung am Freitag 6.7.2012 um 19 Uhr bei uns zu Hause, Informationsveranstaltung am Samstag 22.9.2012 von 14 – 19 Uhr im Heimathaus in Jesteburg mit Kaffee und Kuchen

Im August werden meine Frau und ich wieder unsere Projekte in Sambia bereisen. Wer zur Veranstaltung im September nach Jesteburg kommt, kann dann aktuelle Filme und Bilder von unseren Hilfsprojekten sehen.

Der Betrieb des Kinderdorfes macht weiter große Freude, es ist schön, zu sehen, wie die allermeisten Kinder glücklich sind. Im August werde ich dort filmen, damit man bei der Herbstveranstaltung im Heimathaus ein gutes Bild davon gewinnen kann.

Zuletzt: ich bin immer noch auf der Suche nach einer Person, die sich für die Beantragung von Zuschüssen und für Projektentwicklung einarbeiten lässt. Vielleicht haben Sie eine Idee?

Viele Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender