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Rundbrief vom 20.6.2011
    Autor:Werner Huber
    Datum:19.06.2011 14:13:04

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 20.6.2011

Liebe Spender und Paten, liebe Freunde und Mitglieder,

darf ich Sie wieder um einige Momente Aufmerksamkeit für ein paar Informationen über unsere Arbeit in Sambia bitten? Da wir z.Zt. kein BMZ-bezuschusstes Großprojekt in Sambia abwickeln, könnte es so aussehen, als ob sich bei unseren Projekten wenig bewegt. Dass dies gar nicht der Fall ist, können Sie den folgenden Zeilen entnehmen.

Kinderdorf Fountain Gate

Es erweist sich für unsere Partner immer wieder als Herausforderung: das Kinderdorf unterliegt einem ständigen Wachstumsprozess. Es wäre schon genügend Arbeit, die dort bereits wohnenden Kinder optimal zu versorgen. Wir haben uns aber das Ziel gesetzt, bis zum Jahresende insgesamt etwa 100 Kinder in diese Einrichtung aufgenommen zu haben. Ich bin sehr froh darüber, dass Ihre Spenden es ermöglichen, dass ich z.Zt. 2000€ neben dem Geld für die Patenschaften monatlich überweisen kann.

Gerade in der vergangenen Woche wurden wieder 8 Kinder neu aufgenommen. Nun sind es insgesamt knapp 70. Zu den acht Kindern gehören z.B. auch zwei Geschwister, deren beide Elternteile gestorben sind und die zusammen mit der Großmutter in einem kleinen Raum verwahrlost wohnten. Ihren Lebensunterhalt bestritten sie mit Betteln. Drei der Kinder kamen vom Hospiz "Mutter Theresa“. Dort kamen schon mehrfach Kinder her. Wie in ähnlichen Fälle war dort im Hospiz das letzte Elternteil verstorben und es fanden sich keine weiteren Angehörigen.

Ganz herzlichen Dank allen Pateneltern. Inzwischen betreue ich 28 Patenschaften in Fountain Gate und kann so monatlich gut 1000 € weiter schicken. Das ist eine große Hilfe für den Betrieb des Kinderdorfes. Besonders herzlich möchte ich die neuen Paten aus Österreich begrüßen und Ihnen ganz herzlich danken. Vor einigen Monaten war eine junge Praktikantin, Stefanie Sterner aus Salzburg, in Sambia und half in unserem Kinderdorf mit. Sie hatte die Kinder sofort ins Herz geschlossen und setzt sich seit ihrer Rückkehr nach Österreich sehr für sie ein. Zusammen mit einem Pastor organisierte sie eine Veranstaltung und motivierte viele Menschen, zu kommen. Die Sammlung brachte mehr als 1000 € und etwa 10 Personen aus Österreich entschieden sich für eine Patenschaft. Das ist ein großer Beitrag für die Zukunft.

Die Schule des Kinderdorfes ist jetzt voll angelaufen, sie hat inzwischen etwa 100 Schüler in 8 Klassen. Etwa 60 der Kinder kommen von außerhalb in die Schule und zahlen ein geringes Schulgeld, was auch zum Unterhalt der Schule beiträgt. Die Gemeinschaft von Waisen der Einrichtung mit anderen Kindern hat sich bewährt.

AIDS-Ambulanzen:

Man kann fast zusehen, wie die Arbeit weiter wächst, in den drei Ambulanzen werden inzwischen etwa 18.000 AIDS-Kranke betreut (Lusaka: 10.000, Livingstone: 4.000, Kabwe: 4.000). Leider kämpfen unsere Partner aber mit finanziellen Problemen, weil eine Geber-Organisation aus den USA, die Medikamente und Personal der Einrichtungen bezahlt, die Mittel weiter gekürzt hat. So mussten trotz des vermehrten Arbeitsanfalls, Stellen in den Ambulanzen gekürzt werden.

Ausbildung im Sozialzentrum:

Der laufende Ausbildungskurs im Fach Hotelfachkraft-Catering geht in den nächsten Wochen zu Ende. 70 Absolventen werden die Prüfung ablegen und dann eine Arbeit antreten können. Für den nächsten Kurs gibt es bereits so viele Anmeldungen, dass Mitte Juli eine zweite Klasse eröffnet werden soll.

Dorfhelfer:

Vielleicht erinnern Sie sich an das Projekt „Ausbildung von Dorfhelfern“, für das ich einen Zuschuss beim BMZ beantragt hatte, der abgelehnt worden war. Wir sind nach wie vor von der Qualität und Wichtigkeit dieses Projektes überzeugt und wissen bis heute nicht, was der wahre Grund für die Ablehnung war. Inzwischen haben die Reutters einzelne Leute ausgebildet und in Dörfer geschickt wo sie mit großem Erfolg ihren Dienst tun.

Das anliegende Bild entstand in einem Dorf, das weit entfernt von einer befestigten Straße liegt und keinen Stromanschluss hat. Dorthin kommt aber - wie am Tag, an dem das Foto entstand – unsere Ambulanz und hilft den Menschen und berät sie.

Vielleicht interessiert Sie auch dies: Kürzlich wurden wir vom Finanzamt geprüft und haben einen neuen Freistellungsbescheid erhalten, so dass wir auch in den kommenden Jahren Spendenbescheinigungen ausstellen können.

Viele Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender