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Rundbrief vom 13.6.2009
    Autor:Werner Huber
    Datum:20.06.2009 12:33:22

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 13.6.2009

Liebe Freunde und Mitglieder,

was mag in dem Kind vorgehen, das Sie auf dem Bild anschaut? Kindern helfen wir besonders gern.

Dabei sind es keine Almosen, die wir geben, sondern wir dürfen in die Zukunft dieser kleinen Sambianer investieren. Ist es nicht eine großartige Sache, bei der Sie da mithelfen? Unser Kinderdorf steht kurz vor der Fertigstellung. Anfang September wird es eine feierliche Einweihung geben. Bis dahin müssen noch manche Arbeiten erledigt werden. Auch fehlen uns noch etwa 10.000 €, gemessen am Gesamtvolumen von 700.000 € zwar ein kleiner Betrag, dieses Geld würde dem Projekt aber zu einem sicheren Abschluss verhelfen.

Es ist immer noch möglich, sich für unsere Gruppenreise nach Sambia vom 26.8.-10.9.2009 anzumelden. Bisher sind einschließlich meiner Frau und mir 6 Personen angemeldet. Wollen Sie noch mitkommen? Dann melden Sie sich bitte bald bei uns. Es wird eine eindrucksvolle Reise werden. Falls Sie nicht teilnehmen, können Sie wenigstens dabei sein, wenn wir mit Film und Bildern aktuell darüber berichten. Am 24. und 25.10.2009 werden wir im Heimathaus in Jesteburg unsere diesjährigen Informationstage veranstalten. Bitte im Terminkalender vormerken!

Auf unserer letzten Mitgliederversammlung berieten wir ausführlich über eine geplante Satzungsänderung. Insbesondere geht es darum, die Möglichkeit zu eröffnen, auch in anderen Ländern Afrikas tätig zu werden, bzw unser Knowhow zur Verfügung zu stellen. Es ist uns allen aber klar, dass der Kern unserer Arbeit Sambia  und das Team um Pastor Reutter bleiben wird. Auch werden wir voraussichtlich nur Projekte ausserhalb Sambias in Angriff nehmen, wenn sie für uns kostenneutral sind, also die nötigen Spenden dafür aus anderen Quellen gesichert sind. Zum endgültigen Beschluss der Satzungsänderung werden wir zu einer gesonderten Mitgliederversammlung einladen. In manchen Fällen wurde ich schon um Mithilfe gefragt, die Satzung stand im Wege. Mit unserer Erfahrung könnten wir auch für andere Ländern beraten.

Heute möchte ich Ihnen einen Einblick in die relativ neue Arbeit der mobilen Ambulanz im Gebiet unserer Mubuyu-Schule am Karibasee geben. An fünf Wochentagen werden mit einem Fahrzeug und Team ausschließlich Dörfer dieser Umgebung bedient. Durch drei Umstände haben unsere Partner dort Fuß gefasst. Zum einen wurden hier durch Chreso Ministries 2003 im Rahmen einer Hungersnot Lebensmittel verteilt. Zweitens wurde unsere Arbeit durch die Schule dort bekannt. Zusätzlich gab es im vergangenen Jahr in diesem Gebiet eine Überschwemmungskatastrophe, bei der wochenlang nach starkem Regen das Wasser  nicht abfließen konnte. Auf Bitte und mit Mitteln der Deutschen Botschaft konnte Chreso Ministries der Bevölkerung helfen. Dies hat zu einem tiefen Vertrauen geführt. Bei der Überschwemmunghilfe gab es zwei Phasen, in denen unsere Partner mit der Verteilung von Moskitonetzen halfen, durch Schulspeisungen und durch Ausbessern von staatlichen Schulen, die durch den Regen in Mitleidenschaft gezogen waren.

Die „mobile clinic“ bedient jetzt einen Umkreis von etwa 40 km um die Schule herum. 2 Krankenschwestern sind nun dauerhaft bei der Mubuyu-Schule stationiert. Die Arbeit der Ambulanz ist anders, als in Lusaka. Bei jedem Einsatz kommen 200 bis 300 Patienten, die im Durchschnitt kränker sind, als in der Stadt. Die Ambulanz führt auch HIV-Testungen durch. Parallel zur Arbeit der Ambulanz gibt es regelmäßig Gruppenunterricht in Hygiene einschließlich „waterborn diseases“ und Gesundheitserziehung. Es kommt nun seltener vor, dass Mädchen des Internates zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Regelmäßig werden neben der Ambulanzarbeit Support Groups geschult. So gibt es inzwischen Gruppen, die lernen, gemeinsam einen Garten anzulegen und mit den Produkten etwas zu verdienen. In anderen Gruppen wird Nähen erlernt, wieder andere flechten Körbe oder backen einfaches Gebäck. So können diese Menschen dadurch kleine Beträge verdienen. Wir konnten erfahren, dass solche Dorfbewohner dann mit dem Gewinn wieder andere Arme ihres Dorfes unterstützen konnten wie Waisen und Witwen.

Viele Grüße, Ihr Werner Huber