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Rundbrief vom 12.12.2008
    Autor:Werner Huber
    Datum:12.12.2008 21:07:37

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 12.12.2008

Liebe Freunde und Mitglieder,

ich war mir nicht ganz sicher, ob ich in diesem Jahr noch einen Rundbrief schreiben sollte, aber jetzt habe ich einen schönen Anlass gefunden, nämlich Denjenigen ganz herzlich zu danken, die in den letzten Wochen noch einmal eine Spende überwiesen haben. So kam die gesamte Summe zusammen, die ich noch in diesem Jahr unseren Partnern für ihre Arbeit weiter geben muss. Außerdem habe ich mit diesem Brief die Chance, Ihnen noch eine ruhige und besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen zu können. Ich bin wirklich sehr, sehr dankbar, Sie als Partner zu haben, nur gemeinsam können wir in Sambia weiter effektiv arbeiten.

Mit dem anliegenden Bild kommt ein Stückchen Sambische Normalität zu Ihnen ins Haus. Kinder und Mütter sind Zielgruppe in vielen unserer Projekte. Dabei erfordert es immer wieder viel Fingerspitzengefühl, den Menschen als gleichwertigen Partnern zu begegnen, dies ist auch für uns eine ständige Herausforderung. Warum diese Mutter etwas unglücklich aussieht, weiß ich nicht. Sie hat jedenfalls schon einen gewissen Lebensstandard. Ihr Kind trägt Socken und schöne Schuhe. Dies trägt dazu bei, dass es nicht zu Verletzungen und Vereiterungen an den Füßen kommen wird.

Ich hatte davon berichtet, dass unser Verein vom BMZ angeschrieben worden war, dass in diesem Jahr noch Mittel übrig seien und noch Projekte beantragt werden können. In Absprache mit Pastor Reutter entwickelte ich innerhalb kürzester Zeit einen Projektantrag für den Bau einer Schule für Gesundheitshelfer, die nach ihrer Ausbildung in ihren Dörfern eine medizinische Basisversorgung gewährleisten. Der Antrag wurde nicht bearbeitet, bis ich irgendwann den Bescheid bekam, dass die Mittel nun doch vergeben sind. In der jetzt andauernden Beratungsphase durch Bengo sind die Sachbearbeiterin und ich verschiedener Meinung über das Konzept, Pastor Reutter und ich sind so sehr von der Qualität überzeugt, dass wir keine weitere Veränderung wünschen. So habe ich jetzt darum gebeten, dass unser Projektantrag von einem anderen Berater weiter bearbeitet wird. Über die Verzögerung bin ich allerdings nicht ganz unglücklich, denn schließlich müssen wir ja auch noch die Eigenmittel dafür zusammen bekommen.

Seit dem 1. Oktober habe ich einen neuen Job. Ich bin jetzt bei der Hilfsorganisation „NEHEMIA-Christenhilfsdienst e.V.“ in Nidda (in der Nähe von Frankfurt) angestellt, wo ich für die Entwicklung und Begleitung von Hilfsprojekten in etwa 50 Entwicklungsländern zuständig bin. Es ist ein sehr schöner Dienst an benachteiligten Menschen weltweit. An den Wochenenden bin ich zu Hause in Jesteburg, mein Engagement für den Sambia-Förderverein geht ungehindert weiter, auch von Nidda aus. Wer Fragen hat, kann mich dort gerne direkt anrufen. Meine Tel.Nr. bei der Arbeit und auch abends: 06043 9990354.

Schon jetzt möchte ich ankündigen, dass wir im Herbst 2009 eine Missionsreise nach Sambia planen, voraussichtlich vom 26.8. bis 10.9.2009. Anmeldemodalitäten und den Preis werde ich noch bekannt geben. Diese Reise wird drei Schwerpunkte haben: die Projekte des Sambia-Fördervereins – z.B. wird in dieser Zeit das Waisendorf Kapiliomba eingeweiht –, die Missionsarbeit in Lusaka und in anderen Landesteilen und natürlich Sehenswürdigkeiten wie die Victoriafälle, Land und Leute und ein Wildpark. Ich werde die Gruppe leiten, meine Frau wird auch dabei sein.

Unser Container ist immer noch nicht angekommen, bzw. wird nicht ausgehändigt, die Formalitäten lassen mal wieder auf sich warten. Mitte Oktober sollte er eigentlich schon angekommen sein. Die Geduld unserer Partner wird wieder einmal auf die Probe gestellt. Schon viele Wege und Telefonate waren nötig. Auf der einen Seite wird der Container nicht heraus gegeben, auf der anderen Seite werden teure Standgebühren angedroht. Leider ist diese Situation für Sambia nicht ganz untypisch.

Viele Grüße, Ihr Werner Huber