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Rundbrief vom 1.12.2005
    Autor:Werner Huber
    Datum:02.12.2005 17:33:27

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 1.12.2005

Liebe Freunde und Mitglieder,

heute melde ich mich noch einmal, voraussichtlich das letzte Mal in diesem Jahr. Ich möchte dabei die Gelegenheit nutzen, um Ihnen allen eine schöne, gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel zu wünschen mit der Hoffnung, dass in Ihrem Terminkalender noch Platz für einige besinnliche Stunden bleibt. Wie immer zum Ende des Jahres bin ich besonders dankbar, wenn ich diese Zeilen schreibe. Ich denke daran, dass dieser Brief an viele Menschen geht, die sich im Laufe des Jahres großartig für die Arbeit in Sambia eingesetzt haben. Viele kleine und große Hilfeleistungen von Empfängern dieses Briefes aus diesem Jahr gehen mir durch den Kopf. Manchmal konnte ich nur staunen. Die freundlichen Kinder auf dem anliegenden Bild sollen Ihnen stellvertretend für alle Begünstigten „Danke“ sagen. Sie leben in einem Dorf in der Nähe des Karibasees. Unsere Reisegruppe begegnete ihnen im August diese Jahres, in einer Zeit, in der dort Dürre und Hunger herrschten.

In den ersten Tagen des neuen Jahres wird jeder von Ihnen, der in diesem Jahr mindestens 5 EUR gespendet hat, eine Spendenbescheinigung erhalten. Dieser Empfängerkreis erhält zusammen mit der Bestätigung eine Zusammenfassung aller Hilfsmaßnahmen, die wir in diesem Jahr durchführen konnten. Außerdem werde ich dem Schreiben das sehr schöne Bild einer Sambianerin beifügen, die eine schwere Last auf Ihrem Kopf trägt. Ich dachte, das passt: Die Empfänger dieses Briefes haben alle dazu beigetragen, dass Menschen in Sambia Lasten abgenommen werden. Wenn Sie in diesem Jahr noch nicht gespendet haben, überlegen Sie, ob dies nicht noch möglich ist. Dann gehören auch Sie zu den Empfängern des nächsten Briefes.

Vor wenigen Tagen gab es wieder eine gute Nachricht: die Niedersächsische Lottostiftung schickte die schriftliche Zusage über einen Zuschuss von 25.000 EUR für den Anbau einer AIDS-Station an unser Sozialzentrum. Zusammen mit zwei großzügigen Spenden von je 12.500, die wir von lieben Menschen aus Bendestorf und Hamburg erhielten, sind damit die Baukosten von 50.000 EUR gesichert. Der Bau hat inzwischen begonnen. Die Fundamente sind bereits betoniert. Dies ist bei dem weichen Boden dort in der Regenzeit schon ein wichtiger Schritt. Die Räume, die neu entstehen, werden dringend benötigt. Die Zahl der AIDS-Patienten, die ständig betreut werden, ist schneller gestiegen, als geplant. Inzwischen werden regelmäßig über 1000 Personen behandelt, davon 550 mit Medikamenten. Für die Einrichtung des neuen Traktes sind weitere Spenden willkommen. Es tut mir leid, dass sich dies alles nicht so weihnachtlich anhört, aber doch gibt es einen Zusammenhang. Zu Weihnachten feiern wir, dass uns Gott mit seinen Sohn Jesus beschenkt hat. So wollen auch wir diese armen, benachteiligten Menschen in Sambia beschenken. Das ursprüngliche Weihnachten, die Geburt Jesu, fand auch nicht im Luxus, sondern in einer einfachen Unterkunft statt. So hat dieser Brief mehr mit Weihnachten zu tun, als man auf den ersten Blick denken mag.

Wir waren davon ausgegangen, dass der Bau des Waisendorfes in Kapiliomba auch noch in diesem Jahr beginnen würde. Das BMZ (Entwicklungsministerium) teilte mir nun mit, dass bis Jun. 2006 keine entsprechenden Gelder mehr verfügbar seien, also auch keine Bundeszuschüsse bis dahin gezahlt werden könnten. Am 16.11.05 besuchten zwei Mitarbeiter des BMZ unsere Projekte in Sambia. Auch von diesem Besuch sollte die Entscheidung über eine Bezuschussung des Projektes durch das BMZ abhängig gemacht werden. So müssen wir weiter Geduld haben und die Entscheidung des BMZ abwarten.. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es für unsere Partner eher gut ist, wenn es nicht gleich mit Volldampf weiter geht, sondern wenn noch einige Monate bis zum Beginn dieses neuen großen Projektes dazwischen liegen.

Bitte sehen Sie es nicht als aufdringlich an, wenn diesem Brief wieder ein Zahlschein beiliegt. Viele Empfänger wünschen dies, ich habe ein sehr positives Echo deswegen erhalten und es bedeutet für uns beim Versand keinen großen Aufwand. Es ist eigentlich nicht meine Art, aber es dient scheinbar der Sache.

Herzliche Grüße, Ihr Werner Huber