R u n d b r i e f e
»
Rundbrief vom 19. Februar 2005
    Autor:Werner Huber
    Datum:20.02.2005 20:46:36

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 19. Februar 2005

Liebe Freunde und Mitglieder,

gerne möchte ich Sie heute wieder über unsere laufenden Aktivitäten unterrichten. Gestern hatten wir im Heimathaus unsere Jahresmitgliederversammlung mit 17 Teilnehmern. Es war wieder sehr schön. Vie-le Fragen wurden gestellt, und das Interesse an der Arbeit war groß. Es bestand allerdings keine Chance, das reiche, von den Gästen zusammen getragene Buffet, ganz zu verzehren. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön. Dank auch für die Hilfe beim Aufräumen etc.

Die netten Kinder auf dem anliegenden Foto sollen uns motivieren, dieses Volk weiter zu unterstützen. Helfen Sie auch künftig mit und ich setzte mich weiter dafür ein, daß sich Ihr Einsatz durch öffentliche Zuschüsse vervielfacht, wie es in den letzten Jahren immer der Fall war. Denken Sie daran: durch Ihre Mithilfe können z.B. Kinder eine Schulbildung erhalten, die sonst keine Möglichkeit dazu hätten.

In den letzten Rundbriefen hatte ich von einem LKW berichtet, den ich für unsere Projekte in Sambia suche. Es fand sich bisher nichts Passendes. Auch versuchten unsere Partner vor Ort, ein entsprechendes Fahrzeug zu finden, allerdings vergeblich zu dem Budget, das bereit steht. Nun sind wir froh, daß es nicht klappte. Die Ambulanzarbeit unserer Partner hat sich nämlich ausgeweitet, so daß es wünschens-wert wäre, wenn die Krankenstation an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig arbeiten könnte. Ehren-amtliche Helfer stehen zur Verfügung. Besonders hat sich ja die Arbeit unserer Partner an AIDS-Kranken ausgeweitet. Im Sozialzentrum werden z.Zt. 310 HIV-positive Patienten regelmäßig betreut (mit stark wachsender Tendenz), davon erhält etwa die Hälfte eine medikamentöse Therapie nach neuestem Stand der Medizin. Ein zweites Ambulanzfahrzeug würde auch zur verbesserten Versorgung von HIV-Patienten führen, die nicht kommen können, z.B. Gefängnisinsassen. Außerdem könnte ein zweites Ambulanzauto mit zur AIDS-Prävention durch Aufklärung eingesetzt werden. Ein solches zweites Fahrzeug wäre unseren Partnern inzwischen wichtiger, als der LKW.

Deshalb habe ich vor einigen Tagen bei der Niedersächsischen Lottostiftung einen Antrag auf einen 50%-Zuschuss für einen neuen Krankenwagen gestellt, und zwar für das gleiche Fahrzeug, das wir auch 2003 dorthin schickten, einen IVECO Daily Van 35C11, der für afrikanische Verhältnisse gebaut wird, also z.B. als Rechtslenker und höher gelegt. Bei der GTZ (Gesellschaft für techn. Zusammenarbeit) habe ich gleichzeitig einen Antrag auf Übernahme von 75% der Transportkosten bis Lusaka gestellt.

Der Schulbau in Lusaka ist inzwischen im Rohbau fertig, gestern konnten wir bei der Mitgliederversammlung ganz aktuelle Bilder davon bewundern. Die Dächer sind gedeckt, die Wände sind schon teilweise verputzt, Fenster eingesetzt. So liegen wir gut im Zeitplan.

Unsere Schulen sind weiter sehr beliebt und die Nachfrage ist groß. Gerade wurde bei beiden Schulen eine staatliche Qualitätskontrolle durchgeführt und es wurden beste Ergebnisse erzielt. Diese wurden veröffentlicht und seitdem melden sich noch mehr Interessenten. In der Mubuyu-Schule sind inzwischen 100 Mädchen im Internat untergebracht.

Bei unserer Mitgliederversammlung wurde der Wunsch geäußert, daß im Herbst wieder eine Veranstal-tung im Heimathaus stattfinden soll. Dann werden auch die Teilnehmer der Sambiareise wieder zu Hause sein (Z.Zt. sind 6 Mitglieder fest für die Reise angemeldet). Es wird dann interessant sein, von ihnen zu hören und Bilder zu sehen.

Herzliche Grüße, Ihr Werner Huber